Nebeljungfern
(Text und Musik: K. Becker)
Sage aus der Gegend um Stolberg.
Stern von Aachen-Stadt
(Text: K. Becker, Musik: Traditionell)
Altes irisches „traditionel“ (Star of the county down) ins Deutsche übersetzt. Aber nicht so ganz genau….
Hundemann
(Text und Musik: K. Becker)
Man nannte ihn den Hundemann…
Hubert Wirts, genannt der Hundemann, gehörte einige Jahre zum Aachener Straßenbild. Tagtäglich sah man ihn mit seinen Hunden, die er in einem Einkaufswagen schob, durch die Stadt ziehen. Dabei beleidigte er ständig alle möglichen Passanten, insbesondere die „besseren“ Leute (oder die sich dafür hielten).
(Lennet Kann (1844-1916) = Aachener Stadtoriginal und heute Traditionsfigur der Stadt)
Der Teufel im Elisengarten
(Text und Musik: K. Becker)
Eine nicht sehr bekannte alte Aachener Sage.
Kupferschläger
(Text: K. Becker, Musik: Traditionell)
Kupferschläger war Name für die frühneuzeitlichen Messingproduzenten in Aachen. Zur Messing- Herstellung verwendete man zumeist Kupfer aus dem Mansfelder Land und Zink in Form von Galmei aus den Aachener Galmeigruben.
Die zumeist protestantischen Kupferschläger wurden zur Zeit der Gegenreformation aus Aachen vertrieben und siedelten sich in Stolberg an. Stolberg blühte auf und wurde zum Zentrum der Messingherstellung
Abul Abbas
(Text und Musik: K. Becker)
Im Rahmen diplomatischer Beziehungen zwischen Karl d.G. und dem Kalifen Harun ar-Rashid von Bagdad wurden des Öfteren Geschenke ausgetauscht. So brachte die Aachener Gesandtschaft im Jahre 802 einen (angeblich) weißen Elefanten mit dem Namen „Abul Abbas“ mit an den Aachener Hof. Dieser avancierte dort zum Liebling der Hofgesellschaft, bis er 810 bei einem Feldzug gegen die Dänen, vermutlich an einer Lungenentzündung, starb.
Der Wind der steht am Münsterplatz
(Text und Musik: K. Becker)
Am Aachener Münsterplatz zieht es immer. Dies hat nichts mit der dortigen Bebauungsstruktur zu tun. Das Lied erzählt die wahre Geschichte.
Jokeb vom Adlerberg
(Text und Musik: K. Becker)
Jokeb, geistig zurückgeblieben, lebte Mitte des 19. Jhd. in Burtscheid in einem kleinen Zimmer auf dem Adlerberg über dem kalten Bach (die Wurm). Er trug Sommer wie Winter Holzklumpen und einen Schal, war von der Dorfgemeinschaft akzeptiert und gehörte zum Burtscheider „Straßenbild“. Seine Leidenschaft war das Sammeln von Fässern, damals als „Verpackung“ von Lebensmitteln wie Fisch, Gurken oder Apfelkraut gebräuchlich, die er in seinem Zimmer stapelte und sogar als Mobiliar zweckentfremdete. Er war beliebt bei den Burtscheider Kindern, die ihn auch gerne ärgerten oder ihm „Jampetatsch“ nachriefen, worauf er meistens mit Prügel drohte. Eines Abends drohte er in einer Wirtsstube zechenden Wanderarbeitern , die in der Ziegelbäckerei in den Rotbenden in Lohn standen, vermutlich in ähnlicher Weise. Es kam zu einer Schlägerei, die der Jokeb nicht überlebte.
Jampetatsch (von den Aachenern vom französischen “ Jean Potage“ abgeleitet = Hans Wurst)
Bamberg von Aachen
(Text und Musik: K. Becker)
Bamberg lebte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Aachen (Aachen war zu der Zeit französisch) und erzählte abends im Knipp von seinen Abenteuern. Wahrscheinlich wusste jeder, dass kein Wort davon stimmte.
(Bergdriesch = Straße in Aachen / Auf dem Knipp = Kneipe in Aachen (existiert heute noch))
Münsterländchen
(Text und Musik: K. Becker)
In wenigen Minuten ist man mit Fahrrad oder Auto oder Bus in Kornelimünster. Läuft man dort durchs kleine Zentrum, hat man immer das Gefühl man wäre im Urlaub.
Neolithikum
(Text und Musik: K. Becker)
In Aachen wurde in der Jungsteinzeit auf dem Lousberg systematisch Feuerstein abgebaut. Man geht davon aus, daß hieraus an Ort und Stelle Rohlinge, u.a. für Äxte, hergestellt wurden. Ein Handel mit diesen Rohlingen ist nachgewiesen.
Etwa zur gleichen Zeit werden in England die berühmten Stonehenge- Steinkreise, deren Sinn und Zweck völlig unklar ist, errichtet.
(Michelsbergkultur; Glockenbecherkultur; Trichterbecherkultur,; Schnurkeramikkultur = Epochen der Jungsteinzeit (Neolithikum))
Elisenbrunnen
(Text und Musik: K. Becker)
Klassizistischer Bau mit Trinkbrunnen, der von der Kaiserquelle gespeist wird. Das 52°C heiße Wasser ist stark schwefelhaltig und stinkt. Die Rückseite des Gebäudes wurde auf Überresten der mittelalterlichen „Barbarossamauer“ errichtet. Auf Marmortafeln sind bekannte historische Persönlichkeiten verewigt, die in Aachen kurten. Im linken Teil des Gebäudes ist die Touristeninfo untergebracht und im rechten befindet sich eine Eisdiele.
Barbarossa
(Text und Musik: K. Becker)
Die Aachener erzählten Kaiser Barbarossa, daß Kaiser Karl ihnen (ca. 350 Jahre zuvor) verschiedene Privilegien, die heutzutage mindestens einer Steuerbefreiung gleichzusetzen sind, zugestanden hätte und er dies doch bestätigen möge. Hierzu legten sie ihm eine gefälschte Urkunde vor, die er unterzeichnen solle. Barbarossa ging darauf ein, verlangte aber im Gegenzug den Bau einer Stadtmauer, und zwar innerhalb von vier Jahren. Wer weiß ob’s stimmt…
Reste der „Barbarossamauer“ sind noch an verschiedenen Stellen in Aachen zu sehen.
De Bokkenrijders
(Text und Musik: K. Becker)
Eine Robin Hood Geschichte aus dem Grenzland. Die Bockreiter (niederl.: Bokkenrijders) waren eine Räuberbande, die im 18. Jhd. von Schinnen in Limburg aus im Raum Kerkrade / Herzogenrath ihr Unwesen trieb. Es wird berichtet, daß sie ihre Beute mit der nach dem 30jährigen Krieg verarmten Bevölkerung teilten. Zu vermuten ist allerdings, daß sich ein Teil der Bevölkerung selbst der Bande anschloss. Weiterhin erwähnen die Quellen, dass sie oft an unterschiedlichen Orten zur gleichen Zeit agierten. Hieraus schloss man, das wohl der Teufel mit im Bunde sei und die Räuber auf Böcken durch die Luft ritten. Die Bande hatte auch Spielleute und Gaukler in ihren Reihen, welche in den Straßen musizierten, während der anderer Teil rückseitig zum Stehlen in die Häuser eindrang. Als Anführer wird ein Jaques du Jardin, genannt Jaques de Keukelaer (Gaukler) erwähnt, der später auf dem Danikerberg bei Kerkrade gehenkt wurde. Nach Zerschlagung der Bande, tauchte 10 Jahre später eine neue Generation von Bockreitern auf. Bei dieser Bande handelte es sich um brutale Raub- und Mordgesellen, die alles und jeden überfielen und nichts mehr mit „Verteilen an die Armen“ am Hut hatte.
Dombausage Teil 1
(Text und Musik: K. Becker)
Die wohl bekannteste Aachener Sage. Beim Bau des Doms ging den Aachenern das Geld aus und der Teufel mußte aushelfen, wurde aber anschließend um seinen Lohn gebracht.
Dombausage Teil 2
(Text und Musik: K. Becker)
Eine weitere Sage, mehr oder weniger die Fortsetzung der oben stehenden Dombausage, Teil 1. Der Teufel kommt zurück nach Aachen und will sich an den Aachenern rächen. Dies misslingt, da diese zu schlau sind.
De Öcher sönd d’r Düvvel ze lous (Die Aachener sind dem Teufel zu schlau).
Dombausage Teil 3
(Text und Musik: K. Becker)
Und noch eine Sage mit der gleichen Thematik. Dies mal hilft der Teufel dem Dombaumeister aus, die „gläserne“ Chorhalle fertigzustellen. Er wird natürlich am Ende wieder betrogen.
Carrus Navalis
(Text und Musik: K. Becker)
Im 12. Jhd. bauten vermutlich arbeitslose Weber aus Kornelimünster ein Schiff mit Rädern und Segeln, fuhren damit von Ort zu Ort und verkauften Bier und Wein. Party war angesagt und die Leute soffen und tanzten. Der Kirche war dies ein Dorn im Auge und der Abt von Sint-Truiden ließ das Schiff durch den Graf von Leuven kurz und klein hauen. Zur Strafe sollte die Bevölkerung eine Zeit lang auf Fleisch verzichten („Carne valis“, lat., sinngemäß übersetzt: ohne Fleisch)
RE 1 nach Paderborn
(Text und Musik: K. Becker)
Einige hundert Aachener fahren täglich mit der Bahn nach Köln zur Arbeit. Hierzu nehmen sie zumeist. den RE 1 Richtung Hamm. Als das Lied entstanden ist, fuhr dieser noch bis Paderborn. Aufgrund der ständigen Verspätungen hat man inzwischen die Strecke verkürzt und erhoffte sich damit mehr Pünktlichkeit. Es blieb bei der Hoffnung.
Bahkauv (Text und Musik: K. Becker)
Bahkauv = berühmtes Aachener Monster. Lebte früher im Sumpf der abfließenden heißen Quellen, heute vermutlich in irgendeinem Kanal unter der Stadt. Bekanntermaßen überfällt das Bahkauv die Besoffenen auf dem Heimweg, raubt ihr Geld und zieht ihnen eins über. So wachen diese dann am nächsten Morgen verdreckt, mit Kopfschmerzen, Übelkeit und ohne Geld in den Taschen auf. (Buckel = Büchel (kleine Erhebung in der Innenstadt))
Blutmond
(Text und Musik: K. Becker)
…….und der Blutmond steht am Firmament, hoch über Aachen………
Der Sommer 2018 war unglaublich lang und warm. Am 27. Juli ging der Blutmond auf und stand rot leuchtend über der Stadt mit ihrem Sommer-Nachtleben. Direkt daneben war der Mars zu sehen und zeitweise sogar die ISS.
(27. Juli 2018: Die längste Mondfinsternis des Jahrhunderts in Deutschland)
Europaplatz
(Text und Musik: K. Becker)
Manchmal sieht man am Europaplatz Leute mit Decken und Picknickkorb. Kann es ein schöneres Plätzchen für ein Picknick geben?
Auf Matrosen
(Musik: K. Becker, Text: K. Becker und Zeilen aus verschiedenen traditionellen Seemannsliedern))
Man kann ja auch mal Seemannslieder singen, wenn man in Aachen wohnt.
Hagazussa
(Text und Musik: K. Becker)
Auch in Aachen gab es Hexenprozesse mit Hinrichtungen. Die Quellen Berichten von sieben Frauen, die verurteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt oder anderweitig umgebracht wurden. Eine davon war Katharina von Thenen.
(Hagazussa = Althochdeutsch für Hexe / Malleus Maleficarum = Der Hexenhammer (berühmtes Werk des Theologen und Inquisitors Heinrich Kramer, welches die Hexenverfolgung legitimierte und förderte.)
Der Stadtbrand
(Text und Musik: K. Becker)
Am 2. Mai 1656 vernichtete ein Großbrand sieben Achtel der Stadt.
Weitere Aktivitäten
Im letzten Jahr habe ich ein paar meiner Aachen Lieder ins Englische übersetzt.
Hier ein paar Beispiele (Texte und Musik: K. Becker):
Neben dem Singen und Komponieren meiner Aachenlieder, habe ich mir erlaubt ein paar Songs mit Themen aus meiner ehemaligen Heimatstadt aufzunehmen (Texte und Musik: K. Becker).
Und zum Schluss….
Anfang bis Mitte der 90er bin ich mit meinem Kumpel Skoob durch die Irish Pubs der Republik getourt. Das Programm von damals haben wir dann 20 Jahre später ab und zu noch mal aufleben lassen.
Hier eine kurze Raggle Taggle- Handyaufnahme eines Songs von solch einem „Revival“-Abend (2014).